Bienenlexikon

Liebe Imkerinnen und Imker, liebe informationssuchende Verbraucher, liebe wissbegierige Zeitgenossen,

Hier wird der Versuch unternommen, “imkerliche” Fachbegriffe rund um die Biene zu erklären und Kurzbiografien berühmter Imker, Wissenschaftler und Forscher auf dem Gebiet der Bienenzucht zu veröffentlichen.
Uns ist sehr wohl bewusst, dass dies nicht ganz leicht ist, denn einerseits sollen die Beiträge nicht zu umfangreich ausfallen, andererseits möchten wir trotzdem möglichst erschöpfend Auskunft geben. Hinzu kommt, dass uns die Wissenschaft in immer kürzeren Abständen Ergebnisse liefert, die bislang als unumstößlich geltende Grundsätze imkerlichen Wissens über den Haufen werfen.

Wir weisen an der Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass alle Seiten dieser Domain urheberrechtlich geschützt sind. Jegliche Nutzung bedarf unseres Einverständnisses.

Möchten Sie einen einfachen Link von Ihrer Website auf das Imkerlexikon setzen, so nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Zellenbrechen

bei Bienenvölkern in Schwarmstimmung kann der Auszug eines Schwarms durch das sorgfältige und vollständige Entfernen (Brechen) der Schwarmzellen verhindert werden.
>Schwarmverhinderung

Zellenflugling

vorübergehende Teilung eines schwarmwilligen Volkes in den Flugling (am alten Platz, Versorgung mit einer offenen Brutwabe) und das Restvolk (mit der Königin) an einem neuen Platz;
Befindet sich im Flugling die Königin, spricht man von einem "Königinnen-Flugling".
>Schwarmverhinderung, >Zwischenableger

Zellenschneiden

eine Methode, wie dem Pflegevolk der Zuchtstoff gegeben wird; Von einer Brutwabe aus einem Zuchtvolk werden entweder ganze Zellenstreifen oder Wabenstücke mit mehreren Zellen oder auch nur einzeln ausgestanzte Zellen, die allerjüngste Larven enthalten herausgeschnitten, mit Wachs oder mit einem Klemmstopfen am Zuchtrahmen befestigt und dem Pflegevolk als Zuchtstoff gegeben.

Zementhonig

>Melezitose, ein Mehrfachzucker, der bewirkt, dass der frisch eingetragene Honigtau innerhalb kürzester Zeit kandiert und nicht mehr geschleudert werden kann.

Zittertanz

>Tanzsprache;
Schon Karl v. Frisch hat bei seiner Arbeit zu den Tanzsprachen den Zittertanz beobachtet und beschrieben, doch erst ganz neue Forschungen scheinen den Zittertanz erklären zu können. Es handelt sich dabei wohl offensichtlich um ein Signal, die Arbeitsteilung im Stock z.B. beim plötzlichen Einsetzen einer Massentracht, neu zu organisieren.

Zucht

Jede Zuchtbestrebung im Bienenvolk betrifft stets die Königin und indirekt auch die Drohnen.

Zuchtauslese

wichtigstes Instrument einer erfolgreichen Zuchtarbeit

Zuchtbuch

enthält die Aufschreibungen des Imkers über die gezüchteten Königinnen mit Angaben über: Abstammung der Mutter, den Schlupftag, Zeichen, Anpaarung (Belegstellenanlieferung); Verwendung und Leistung der Königin; jede Königin erhält eine Zuchtbuchnummer;

Züchter

Der Züchter hat meist einen größeren Völkerbestand und besser selektieren zu können, als ein "Kleinimker".
Wir unterscheiden:

  • anerkannter Reinzüchter: Nachzucht von selektierten, gekörtem und rassereinem Zuchtmaterial
  • Gebrauchszüchter: Nachzucht vonselektiertem Material

> Reinzucht >Rasse

Zuchtmaterial

Sammelbegriff für nachzuchtwürdige Bienenvölker, Linien >Zuchtvolk
Der Kleinimker kann sich von einem Züchter, Institut, einem Lehrbienenstand oder einer Imkerschule Zuchtmatrial in Form eines Wabenstücks besorgen.

Zuchtstoff

Wabe oder Wabenstück, welches jüngste Arbeiterinnenlarven enthält und das Ausgangsmaterial für die Nachzucht von Königinnen hergibt;

Zuchtverfahren

unterschieden wird zwischen der Zucht im weisellosen Volk, der Zucht im weiselrichtigen Volk und der "Mischform mit getrennter Anpflege (weiselloser Anbrüter, Starter) und Endpflege (im weiselrichtigen Volk)

Zuchtvolk

Bienenvolk mit wünschenswerten Eigenschaften, welches den Zuchtstoff für die Nachzucht liefert;
>Zuchtmaterial
Nicht verwechseln mit >Pflegevolk

Zuchtwert

Der Zuchtwert wird in einer zentralen Datenbank erfasst und steht interessierten Züchtern zur Verfügung. Weitere Informationen über Zuchtwertschätzung bei Bienen finden Sie hier.

Zuchtziel

gewünschte Eigenschaften der einzelnen Biene oder des gesamten Bienenvolkes, welche durch gezielte Zucht erreicht werden sollen; 

Beispiele: SanftmutHonigleistung, Schwarmträgheit, Überwinterungsfestigkeit, Varroatoleranz bzw. Varroaresistenz

>Zuicht, >Selektion

Zuckerwert

Die sowohl in Menge als auch im Zuckergehalt unterschiedliche Nektarproduktion der Pflanzen lässt sich anhand des Zuckerwertes beurteilen. Zuckerwert = Zuckerkonzentration (%) x Menge (in 24h)
>Trachtpflanzen

Zusetzkäfig

kleiner Käfig zum Zusetzen einer Königin
>Umweiselung

Zwischenableger

wird zur vorübergehenden Trennung eines Bienenvolkes gebildet, um das Abschwärmen eines schwarmlustigen Bienenvolkes zu verhindern;
>Schwarmverhinderung >Zellenflugling >Königinnenflugling