Bienenlexikon

Liebe Imkerinnen und Imker, liebe informationssuchende Verbraucher, liebe wissbegierige Zeitgenossen,

Hier wird der Versuch unternommen, “imkerliche” Fachbegriffe rund um die Biene zu erklären und Kurzbiografien berühmter Imker, Wissenschaftler und Forscher auf dem Gebiet der Bienenzucht zu veröffentlichen.
Uns ist sehr wohl bewusst, dass dies nicht ganz leicht ist, denn einerseits sollen die Beiträge nicht zu umfangreich ausfallen, andererseits möchten wir trotzdem möglichst erschöpfend Auskunft geben. Hinzu kommt, dass uns die Wissenschaft in immer kürzeren Abständen Ergebnisse liefert, die bislang als unumstößlich geltende Grundsätze imkerlichen Wissens über den Haufen werfen.

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Tannenhonig

Waldhonig von der Tanne (Weißtanne) >Sortenhonig, >Honigtau

Tanzsprache

Kehrt eine Trachtbiene vom Sammelflug  in den Stock zurück, dann teilt sie mit Hilfe verschiedener Tänze, die sie auf einer Wabe vollführt, den anderen Sammlerinnen sehr genau mit, wo reichlich Nektar, Honigtau oder Pollen zu finden ist.
Auch die Kundschafterinnen eines ausgezogenen Schwarms, die nach einer bleibenden Unterkunft für das Volk suchen, können den anderen Bienen auf diese Art und Weise sehr genau mitteilen, wo sie etwas Brauchbares gefunden haben. 
Für die Entdeckung der verschiedenen Tanzsprachen im Jahre 1923 erhielt der Forscher Karl von Frisch sogar den Nobelpreis.
>Rundtanz >Schwänzeltanz >Zittertanz

Taxonomie

Wissenschaft von der Einteilung von Organismen in Gruppen, traditionell in einen bestimmten Rang, wie Art, Gattung oder Familie.

Tellerverdunster

an der Landesanstalt für Bienenkunde in Stuttgart, Hohenheim entwickelt

Thorax

Der mittlere Abschnitt (Brustabschnitt) im Körperbau der Biene;
Hier sitzen die 4 Flügel und die 6 Beine der Biene.
>caput, abdomen

Thymol

Thymolpräparate werden ausschließlich zur Sommerbehandlung eingesetzt.
Derzeit in Deutschland zugelassene Thymolpräparate zur bekämfpung der Varroose: Api life Var®, Thymovar®, Apiguard® (Stand Jan. 2011)

Tracheen

Luftröhrensystem, das über die Stigmen (Atemöffnungen) an der Körperoberfläche Atemluft aufnehmen

Tracheenmilbe

Innenmilbe, Acarapis woodi; >Acariose

Tracht

man unterscheidet
nach dem Sammelgut: Pollentracht, Nektartracht, Honigtautracht, Waldtracht,
nach dem Angebot: Massentracht, Läppertracht;
nach der Jahreszeit bzw. Bienensaison: Frühtracht, Sommertracht, Spättracht

Trachtbeobachtung

wird meist mit Hilfe des Waagstockes vorgenommen und an einen evtl. vorhandenen Trachtmeldedienst weitergeleitet.

Trachtlücke

Trachtlosigkeit, welche durch landwirtschaftliche Bewirtschaftung (Abmähen der blühenden Wiesen) hervorgerufen wird, nur eine relativ kurze Zeit dauert und von einer weiteren Tracht abgelöst wird.

Trachtlückenfütterung

Während einer Trachtlücke schränkt die Königin häufig die Eiablage ein. Das kann zur Folge haben, dass die Völker geschwächt in die für später erwartete Tracht kommen. Der Imker kann dieses Manko durch eine Trachtlückenfütterung versuchen, auszugleichen. Um einer Honigverfälschung vorzubeugen verfüttert der verantwortungsbewusste Imker zu dem Zweck ausschließlich Honig.

Trachtpflanzen

Sammelbegriff für alle Pflanzen, die in irgend einer Art und Weise für die Bienen eine Tracht darstellen.
>Tracht

Trachtprognose

Durch eine gezielte Beobachtung der Honigtauerzeuger, ihre Entwicklung beginnend im Herbst des Vorjahres, über den Winter und das Frühjahr und einer gleichzeitig stattfindenden Wetterbeobachtung ist es dahingehend geschulten Personen möglich eine Vorhersage über Intensität und Verlauf einer Waldtracht zu machen, die zeitlich weit vor dem Einsetzen der eigentlich Tracht liegt

Tränke

Die Bienen benötigen zu ihrem Leben auch ständig Wasser, das sie nicht einlagern, sondern immer frisch eintragen müssen. Befindet sich keine natürliche Wasserquelle in der Nähe des Bienenstandes, richtet der Imker für seine Bienen eine Tränke ein.

Traubenzucker

Monosaccharid, neben der Fructose ein weiterer Hauptbestandteil des Honigs.

Trogbeute

Oberbehandlungsbeute mit einem relativ langen, 16 - 18 Waben fassenden Brutraum, und einem wesentlich kleineren, oft nur halbhohen Honigraum (Honigaufsatz)

Trophallaxis

von den Honigbienen (und vielen anderen sozialen Insekten) bekanntes Verhalten, sich gegenseitig zu füttern; Es stellt eine Form der Kommunikation über die Tracht und den Versorgungsgrad im Bienenvolk dar. Dabei werden auch Duftstoffe, wie die Königinnensubstanz weitergegeben.