Bienenlexikon

Liebe Imkerinnen und Imker, liebe informationssuchende Verbraucher, liebe wissbegierige Zeitgenossen,

Hier wird der Versuch unternommen, “imkerliche” Fachbegriffe rund um die Biene zu erklären und Kurzbiografien berühmter Imker, Wissenschaftler und Forscher auf dem Gebiet der Bienenzucht zu veröffentlichen.
Uns ist sehr wohl bewusst, dass dies nicht ganz leicht ist, denn einerseits sollen die Beiträge nicht zu umfangreich ausfallen, andererseits möchten wir trotzdem möglichst erschöpfend Auskunft geben. Hinzu kommt, dass uns die Wissenschaft in immer kürzeren Abständen Ergebnisse liefert, die bislang als unumstößlich geltende Grundsätze imkerlichen Wissens über den Haufen werfen.

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Nachschaffung

Verliert ein Bienenvolk plötzlich und ungewollt seine Königin, z.B. durch die Unachtsamkeit des Imkers, (>Weisellosigkeit) dann können sich die Bienen eine neue Königin nachschaffen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich junge offene Brut im Volk befindet.

Dann werden einzelne sechseckige Arbeiterinnenzellen zu einer Königinnenzelle erweitert und umgestaltet und ab diesem Zeitpunkt die Larven in den Nachschaffungszellen auch nur noch mit Königinnenfuttersaft versorgt. Darin entwickeln sich vollwertige Königinnen, vorausgesetzt, die Bienen nahmen nur höchstens 1-tägige Larven in Pflege. Ältere Arbeiterinnenlarven lassen sich nicht mehr vollwertig umstimmen.

Diese Fähigkeit der Bienen, Arbeiterinnenlarven zu Königinnen umzustimmen nutzt der Imker bei der Königinnenzucht.

Nachschwarm

kann sich die Königin, die nach dem Auszug des Vorschwarms als erste schlüpfte im Volk nicht durchsetzen, verlässt diese, wieder mit etwa der Hälfte der Bienen des Restvolkes den Stock.

Da die junge Königin erst noch begattet werden muss, findet man hier bei der Kontrolle erst nach etwa 14 Tagen die erste Brut.

Da die Völker während der Schwarmzeit immer eine ganze Anzahl von Weiselzellen pflegen, kann ein Volk auch mehrere Nachschwärme abgeben. >Schwarm

nacktes Volk

verkauft werden oft nackte Schwärme

Näpfchen

runde, halbkugelförmige Wachsbecherchen, welche von den Bienen meist am Rand der Wabe errichtet werden und woraus sich, nachdem sie von der Königin bestiftet wurden, Weiselzellen entwickeln.
Sind die Becher noch unbestiftet, so spricht der Imker von "Spielnäpfchen".

In der Königinnenzucht werden neben künstlichen Weiselnäpfchen aus Wachs auch solche aus Kunststoff von den Bienen problemlos angenommen.

Nassanoffsche Drüse

 befindet sich am Hinterleib der Biene >sterzeln

Naturbau

Wabenbau, den die Biene ohne den Einsatz einer Mittelwand errichtet;