Bienenlexikon

Liebe Imkerinnen und Imker, liebe informationssuchende Verbraucher, liebe wissbegierige Zeitgenossen,

Hier wird der Versuch unternommen, “imkerliche” Fachbegriffe rund um die Biene zu erklären und Kurzbiografien berühmter Imker, Wissenschaftler und Forscher auf dem Gebiet der Bienenzucht zu veröffentlichen.
Uns ist sehr wohl bewusst, dass dies nicht ganz leicht ist, denn einerseits sollen die Beiträge nicht zu umfangreich ausfallen, andererseits möchten wir trotzdem möglichst erschöpfend Auskunft geben. Hinzu kommt, dass uns die Wissenschaft in immer kürzeren Abständen Ergebnisse liefert, die bislang als unumstößlich geltende Grundsätze imkerlichen Wissens über den Haufen werfen.

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Magazin

der in der ganzen Welt am meisten verbreitete Beutentyp; Oberbehandlung; setzt sich auch im deutschsprachigen Raum immer mehr durch; Merkmale: Beute besteht aus den losen Teilen Boden, einer oder  mehrerer Zargen, Deckel (Innen- und Außendeckel) 

Maikrankheit

Verstopfung, unter der Bienen vor allem im Frühjahr gelegentlich leiden, hervorgerufen durch vermehrte Pollenaufnahme bei gleichzeitigem Wassermangel

Mandibel

Mehrzahl: Mandibeln; zangenartige Vorderkiefer; Teil der Mundwerkzeuge der Biene; 

Mandibeldrüsen

in den Mandibeldrüsen der Königin wird die sog.  Königinnensubstanz gebildet;   

Mäuseschutz

vor allem im Herbst versuchen immer wieder die Spitzmäuse in die Völker einzudringen; Als Fleischfresser schafft es eine einzige von ihnen, ein ganzen Volkes innerhalb kürzester Zeit zu vernichten. Der Imker wehrt Spitzmäuse dadurch ab, dass er entweder das Flugloch ab Herbst auf eine Höhe von 7 mm einengt oder ein Mäusegitter vor dem Flugloch anbringt, welches einerseits den Bienen ungehinderten Durchschlupf ermöglicht, andererseits aber so engmaschig ist, dass Spitzmäuse nicht hindurch können.

Mehring

Johannes, Tischler; Erfinder der künstlichen Mittelwand

Melezitose

ein Mehrfachzucker, der häufig im Waldhonig vorkommt. er hat die Eigenschaft, dass der Honig, noch ehe er reif ist, in den Waben bereits zu kandieren beginnt und nicht mehr geschleudert werden kann. (Melezitosehonig) Der Imker spricht auch von "Zementhonig"

Met

Honigwein; aus vergorenem Honigwasser; ein sehr altes alkoholisches Getränk

Metamorphose

Die Honigbiene entwickelt sich, wie die meisten Insekten über die drei Stadien - Ei, Larve, Puppe zum fertigen Insekt (imago).

Milbe

Parasit der Biene und in Waben mit Pollenvorräten; gehört zu den Spinnentieren; im Unterschied zu den Insekten haben Milben. 8 Beine; >Varroamilbe >Tracheenmilbe >Pollenmilbe

Milchsäure

Wirkstoff zur Bekämpfung der Varroamilben; wird als 15 %ige Lösung auf die Bienen gesprüht; seit 26.6.2003 besteht für die Anwendung der Milchsäure ad us. vet. in der Bundesrepublik Deutschland eine Standardzulassung.

Mittelwand

dünne, aus Bienenwachs hergestellte Wachsplatte, die beidseitig mit einer Zellprägung versehen wurde; Sie wird entweder gegossen oder gewalzt und ist ein wichtiges Betriebsmittel in der Imkerei; gerollte Mittelwände mit einem Docht im Zentrum werden auch als Bienenwachskerzen angeboten. Als Erfinder der M. wird der Tischler Johannes  Mehring genannt.

Mittelwandgussgorm

Gerät zur Herstellung von Mittelwänden;

Mobilbau

Bezeichnung für die heute üblicherweise in der Imkerei vorkommende Art des Wabenbaus und dessen Verankerung in der Beute; Die Waben sind hierbei meist in Rähmchen eingepasst, die lose in der Beute hängen und sich deshalb einzeln bewegen lassen; Unterschied dazu >Stabilbau