Bienenlexikon

Liebe Imkerinnen und Imker, liebe informationssuchende Verbraucher, liebe wissbegierige Zeitgenossen,

Hier wird der Versuch unternommen, “imkerliche” Fachbegriffe rund um die Biene zu erklären und Kurzbiografien berühmter Imker, Wissenschaftler und Forscher auf dem Gebiet der Bienenzucht zu veröffentlichen.
Uns ist sehr wohl bewusst, dass dies nicht ganz leicht ist, denn einerseits sollen die Beiträge nicht zu umfangreich ausfallen, andererseits möchten wir trotzdem möglichst erschöpfend Auskunft geben. Hinzu kommt, dass uns die Wissenschaft in immer kürzeren Abständen Ergebnisse liefert, die bislang als unumstößlich geltende Grundsätze imkerlichen Wissens über den Haufen werfen.

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Imago

erwachsene Biene; >Metamorphose

Imker

Bezeichnung für jemanden, der sich einer überaus faszinierenden Tätigkeit, der Pflege der (Honig-)Bienen widmet. Die Mehrzahl der Imker in Deutschland sind Hobby- bzw. Nebenerwerbsimker. Es gibt daneben aber auch eine anerkannte Berufsausbildung zum Imker (offizielle Bezeichnung: Tierwirt - Fachrichtung Bienen

Imker-Honigglas

geschütztes, für den Deutschen Imkerbund e.V. eingetragenes Warenzeichen (Wz. Nr. 661917); das Imker-Honigglas darf nur in Verbindung mit dem Gewährverschluss verwendet werden; weitere Bedingungen: Mitgliedschaft in einem dem Imker-/Landesverband des D.I.B. angeschlossenen Orts-/ Kreisvereins; Es darf nur vollwertiger, einwandfrei gewonnener und behandelter, reiner, reifer und in der Bundesrepublik Deutschland erzeugter Honig, der den Qualitätsanforderungen für deutschen Honig des D.I.B. entspricht, darin abgefüllt werden. Der D.I.B. überwacht die Benutzung des Imker-Honigglases

Imkerpfeife

Nach ihrem Erfinder auch Dathepfeife genannt; ein mit dem Mund erzeugter Luftstrom wird über das Rauchmaterial geblasen; Verwendung der Imkerpfeife nahm in den letzten Jahren zu Gunsten des Smokers deutlich ab. Der Rauch besänftigt die Bienen. Sie füllen ihre Honigblase, für den Fall, dass sie demnächst den Stock (wegen eines Brandes) verlassen müssen. Satte Bienen sind sanftmutig.

Imme

altertümliche Bezeichnung für "Biene"; noch heute erinnern z.B. Ortsbezeichnung an das Vorhandensein von Bienen (z.B. Immenstadt, Immenthal bei Obergünzburg)

IMP

Abkürzung für "Illertissener Milbenplatte"; erstes zugelassenes Tierarzneimittel mit dem Wirkstoff Ameisensäure zur Bekämpfung der Varroamilbe; wird seit 2004 nicht mehr hergestellt und vertrieben.

Inhibine

keimwachstumshemmende Bestandteile des Honigs >Glucose-Oxidase >Honig

Insektizid

chemisches Mittel zur Abtötung von schädlichen Insekten und ihrer Brut; Einsatz als Fraß- oder Kontaktgift; systemisch wirkende Mittel werden von den Pflanzen oder Tieren aufgenommen und die Schädlinge vergiften sich beim Saugen; >Bienenschutzverordnung

Instrumentelle Besamung

auch künstliche oder artifizielle Besamung genannt; sicherste Methode um Königinnen mit Sperma von Drohnen definierter Herkunft zu versorgen; wird nur von wenigen spezialisierten Imkern und an Bieneninstituten angewandt; >Belegstelle

Invertase

oder Sacchrase; wichtiger Bestandteil des Honigs; spaltet Sacharose in Gucose und Fructose, hitzeempfindlich >Honigerwärmung >Honigverflüssigung

irchhainer Begattungskästchen

ein (im Bieneninstitut in Kirchhain entwickeltes??), in der Königinnenzucht weit verbreitetes Begattungskästchen;  >Belegstelle, >künstliche Besamung

Italiener Biene

Apis mellifera ligustica; weltweit bekannteste und am weitesten verbreitete Honigbiene; äußere Merkmale: auffallende Gelbfärbung; positive Eigenschaften: sanft, ruhig, brutfreudig, sammeleifrig, schwarmträge; negative Eigenschaften: überwintert nicht so gut in Gegenden mit langen und kalten Wintern, starker Futterverbrauch,  früher Brutbeginn führt zu Frühjahrsverlusten;