Bienenlexikon

Liebe Imkerinnen und Imker, liebe informationssuchende Verbraucher, liebe wissbegierige Zeitgenossen,

Hier wird der Versuch unternommen, “imkerliche” Fachbegriffe rund um die Biene zu erklären und Kurzbiografien berühmter Imker, Wissenschaftler und Forscher auf dem Gebiet der Bienenzucht zu veröffentlichen.
Uns ist sehr wohl bewusst, dass dies nicht ganz leicht ist, denn einerseits sollen die Beiträge nicht zu umfangreich ausfallen, andererseits möchten wir trotzdem möglichst erschöpfend Auskunft geben. Hinzu kommt, dass uns die Wissenschaft in immer kürzeren Abständen Ergebnisse liefert, die bislang als unumstößlich geltende Grundsätze imkerlichen Wissens über den Haufen werfen.

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Gärung

alkoholische; hierbei wird unter Mitwirkung von Hefebakterien Zucker in Alkohol (Ethanol) und Kohlenstoffdioxid umgewandelt; hat der Honig beim Schleudern einen zu hohen Wassergehalt oder nimmt der Honig später noch (im Honiglager, beim Kunden) Feuchtigkeit auf, kann er in Gärung übergehen; ein solcher angegorener Honig darf nicht mehr in den Verkehr gebracht werden.

Gelée Royale

Weiselfuttersaft

Gemüll

Bezeichnung für alles, was im Volk abfällt und sich auf dem Bodenbrett ansammelt, ehe es von den Bienen entfernt wird; durch eine Untersuchung des Gemülls lassen sich Informationen über das Volk und seinen Zustand ableiten. >Wintergemüll>Sommergemüll

Gerstung

Dr. h. c. Ferdinand, (1860 - 1925); Pfarrer; entdeckte u. a. die Arbeitsteilung der Bienen und prägte den Begriff "der Bien" für das Bienenvolk in seiner organischen Gesamtheit; trat stets gegen die Einführung fremder Bienenrassen ein, was ihm auch die Gegnerschaft Dzierzons einbrachte;  entwickelte die nach ihm benannte Beute mit einem Rähmchenmaß 26 x 41 cm;  gründete zusammen mit August Ludwig das Bienenmuseum in Weimar und den "Deutschen Reichsverein für Bienenzucht" woraus 1907 die Gründung des Deutschen Imkerbundes" hervorging;

Giftblase

Teil des Stachelapparates der Bienen und der Königin; dort wird das von der Giftdrüse produzierte Bienengift gespeichert.

Gitterboden

Statt eines festen Bodens befindet sich beim Gitterboden unter dem Bienenvolk ein Gitter (vorteilhaft aus Edelstahl)

>Varroadiagnose, >Verbrausen, >Wanderung

Glucose

 Traubenzucker; Einfachzucker (Monosaccharid), neben der Fructose ein weiterer Hauptbestandteil des Honigs;

Glucose-Oxidase

Inhaltsstoff des Honigs; Enzym, welches die Glucose zu Gluconsäure und Wasserstoffperoxid umsetzt. lichtempfindlich; auf den Anteil von Wasserstoffperoxid im Honig ist seine  inhibine Wirkung zurückzuführen

Gravenhorst

Christof Johann Friedrich, (1823 - 1898) gilt als der Erfinder des  Baurahmens;

Guttation

Pflanzen scheiden, vor allem bei feuchten Standorten und hoher Luftfeuchtigkeit, Wasser aus, welches sich in kleinen Tropfen meist an den Blatträndern der Pflanzen sammelt. Nicht zu verwechseln mit Tautropfen.  Bedeutung für die Imkerei erlangt dieses Phänomen dadurch, dass die Wasserholerinnen u.a. auch dieses Guttationswasser zur Deckung des Wasserbedarfs im Bienenvolk aufnehmen und in den Stock transportieren.