Das Ei

Jedes mehrzellige Lebewesen kommt aus dem Ei. Die Königin produziert es in ihren umfangreichen Eierstöcken, die sich in ihrem Hinterleib befinden. Während das Ei aus dem Leib gleitet, wird es mit einem Samenfaden aus der Samenblase der Königin befruchtet.

Will die Königin ein Ei in eine frisch geputzte Zelle legen, so prüft sie zunächst deren Zustand sehr genau. Dazu steckt sie ihren Kopf ein Stück in die Zelle hinein und betastet die Zellwände mit ihren Fühlern. Dabei prüft sie auch, ob es sich um eine gewöhnliche Arbeiterinnenzelle handelt oder um eine etwas größere Drohnenzelle. Dann dreht sie sich um und steckt ihren Hinterleib in die Wabenzelle und legt das Ei auf dem Zellboden ab. Es steht, mit der Spitze angeklebt, am Boden der Zelle. Weil das Ei die Form eines winzigen Stiftchens hat, spricht der Imker vom “Bestiften” der Zelle.

Drei Tage steht das Ei so da und neigt sich langsam zur Seite. Während dieser Zeit entwickelt sich unter der Eihaut eine winzige Made mit Mund und Darm, mit Herz und Nieren, mit Atemröhren, Drüsen und Nerven.