Generation21 - imkern mit Zukunft

Die Imkerei ist derzeit geprägt von ständiger Dynamik und Veränderung, sowie einer neuen Imker-Generation, der sogenannten Wissensgesellschaft. Die Vereine müssen jetzt frühzeitig auf diese neue Herausforderung antworten und zukünftig das lebenslange Lernen seiner Imker unter Nutzung unterschiedlicher Lernkonzepte fördern.

Bild: A. Titz - Generation21 - imkern mit Zukunft - gemeinsam haben wir mehr Erfolg

was bedeutet moderne Imkerei?

Moderne Imkerei bedeutet:

  • gemeinsam imkern
  • gemeinsam lernen
  • gemeinsam Probleme lösen
  • sich gegenseitig unterstützen

Nur in der Gemeinschaft haben wir die Möglichkeit, vielseitig, wirtschaftlich und erfolgreich zu imkern. Viele Probleme können sofort erkannt und gelöst werden. Dazu gehört auch eine Änderung der Schulungskonzepte. Die neue Imker-Generation hat keine Zeit für "Spielereien". Wir müssen wieder lernen "einfach imkern". 

 

Bild: A.Titz - Regelmäßige Vereinsschulungen sind wichtig - die neue Imker-Generation möchte informiert werden.

Informationen für die Imker

Die freiwillige Ergänzungsversicherung

Die Vertreterversammlung des LVBI hat am 20. September 2014 eine Änderung bezüglich der Versicherung beschlossen. Die bisherige Unfallversicherung war mit der sehr geringen Versicherungssumme nicht mehr zeitgemäß. Als Ersatz für die gestrichenen Teile in der Imker-Global-Versicherung, können die Mitglieder des LVBI eine freiwillige Ersatzversicherung abschließen. 

Das Formular für den Abschluss der freiwilligen Ergänzungs-Versicherung kann bei uns heruntergeladen werden. Jeder Imker, welcher die freiwillige Ergänzungs-Versicherung abschließen möchte, füllt das Formular aus und sendet es unterschrieben an den LVBI zurück.

Die Versicherungssumme für die freiwillige Ergänzungs-Versicherung wird dann wie bisher üblich, zusammen mit dem Mitgliedsbeitrag vom jeweiligen Ortsverein erhoben und zeitnah an den Landesverband weitergeleitet. 

Das Rundschreiben des LVBI

Formular Versicherung

Spätsommer- und Herbstverluste 2015

Verlustquote für den Winter wird laut dem Bieneninstitut Mayen zwischen 10% und 15% liegen

Bild: A.Titz

Bei der Online-Umfrage des Bieneninstitutes Mayen zu den Spätsommer- und Herbstverlusten 2015, haben aus Bayern 1350 Imker teilgenommen, die 19348 Bienenvölker eingewintert haben. Davon sind im Herbst 449 Völker gestorben. Das entspricht eine Herbstverlustquote von 2,3 Prozent. Bundesweit liegt die Verlustrate bei 2,5 Prozent, im Vorjahr lagen die Ausfälle bei 6,8 Prozent.

Für die einzelnen Regierungsbezirke liegen vom Bieneninstitut Mayen folgende Zahlen vor:

  • Mittelfranken - eingewinterte Völker: 2109 - Verluste: 40 Völker - Verlustquote: 2,7%
  • Niederbayern - eingewinterte Völker: 1995 - Verluste: 60 Völker - Verlustquote: 3,4%
  • Oberbayern - eingewinterte Völker: 5302 - Verluste: 181 Völker - Verlustquote: 2,4%
  • Oberfranken - eingewinterte Völker: 1664 - Verluste: 33 Völker - Verlustquote: 2,0%
  • Oberpfalz - eingewinterte Völker: 2211 - Verluste: 31 Völker - Verlustquote: 1,6%
  • Schwaben - eingewinterte Völker: 3571 - Verluste: 56 Völker - Verlustquote: 1,5%
  • Unterfranken - eingewinterte Völker: 2427 - Verluste: 48 Völker - Verlustquote: 2,8%

Das Bieneninstitut Mayen rechnet mit den guten Zahlen für das Jahr 2015/16 einen Winterverlust nach den ersten Prognosen mit einem bundesweiten Ausfall zwischen 10 und 15 Prozent. Im Vorjahr lagen die Verluste noch bei 23 Prozent.  

Bayerische Imker mit einer guten Honigernte 2015

Niederbayern und Oberpfalz mit der besten Honigernte

Bild: BZV Sulzbach-Rosenberg

Für die Niederbayerischen und Oberpfälzer Imker geht ein überaus erfolgreiches Honigjahr zu Ende. Mit einer Durchschnittsernte von 20,7kg liegen die Niederbayern vor der Oberpfalz mit 20,6kg Honigertrag. Bedingt durch den heißen Sommer lag in Mittelfranken die Druchschnittsernte bei 13,5kg.

Die weiteren Werte:

  • Oberbayern 15,0kg
  • Oberfranken 19,4kg
  • Schwaben 15,2kg
  • Unterfranken 16,7kg

Somit lag der Bayerische Durchschnitt bei 16,8kg, der Bundesdurchschnitt wurde mit 19,2kg festgelegt. 

Imker verschleudern ihren Honig

Bundesweit der niedrigste Honigpreis für ein Qualitätsprodukt für Unterfranken und Oberpfalz

Bild: A.Titz

Das Bieneninstitut Mayen hat jetzt nach einer bundesweiten Umfrage die aktuellen Honigpreise veröffentlicht. Doch auch 2015 schneiden die Unterfränkischen und Oberpfälzer Imker mit einem durchschnittlichen Honigpreis für Frühjahrshonig mit einem Preis von 4,18 Euro und 4,22 Euro für 500g am schlechtesten ab. Auch der Sommertrachthonig liegt mit 4,19 Euro bzw. 4,34 Euro weit unter dem Bundesdurchschnitt von 4,74 Euro. 

Die weiteren Werte sind:

  • Mittelfranken: 4,38 Euro für Frühjahrshonig und 4,53 Euro für Sommertrachthonig
  • Niederbayern: 4,50 Euro / 4,61 Euro
  • Oberbayern: 5,02 Euro / 5,19 Euro
  • Oberfranken: 4,42 Euro / 4,58 Euro
  • Schwaben: 4,88 Euro / 4,98 Euro

Der Bayerische Durchschnittspreis liegt für 500g Frühjahrshonig bei 4,59 Euro und beim Sommertrachtshonig 4,74 Euro.

Eigentlich ist der niedrige Honigpreis bei vielen Imkern völlig unverständlich. Ein Grund ist dafür, dass viele ihre Produktionskosten nicht kennen und so den Wert ihres Honigs zu niedrig ansetzen. Der überwiegende Teil der Imker legt den Honigpreis durch den Vergleich einer Mitbewerber fest. Es wundert schon, da sprechen die Imker einerseits von der hohen Qualität unseres Honigs und gleichzeitig findet man Honige die unter 3,50 Euro angeboten werden.

Hier sind dringend die Vereine aufgefordert, die Imker entsprechend zu schulen um einen vernünftigen Honigpreis zu ermitteln.

 

Schulungs-CD "Generation 21 - Imkern mit Zukunft"

Ab September ist die Schulungs-CD für Betreuer und Ausbilder erhältlich.

Bild: A.Titz

Jetzt ist sie da, die Schulungs-CD vom Landesverband der Bayerischen Imker für die Betreuer und Ausbilder in den bayerischen Imkervereinen. Erhältlich ab September 2015 beim Bayerischen Imkertag in Aschaffenburg oder über die Geschäftsstelle des LVBI.

Die CD enthält Power-Point-Vorlagen zu verschiedenen Schulungsthemen, sowie Tipps und Informationen zur Nachwuchsausbildung. Um immer aktuell zu bleiben wird es dazu in regelmäßigen Abständen auch entsprechende Updates geben. Die CD kann über die Geschäftsstelle des Landesverbandes für 3,50 Euro bestellt werden.  

Eselei kommt vor Räuberei

Imker lernen nicht aus Fehlern

Bild: A.Titz

Die Imker haben schon genügend Probleme. Dennoch gibt es immer wieder Kollegen, die immer noch grob fahrlässig handeln und ihr Wabenmaterial vor das Flugloch stellen, damit die Bienen den restlichen Honig aus den Waben nehmen können. Dieses Verhalten ist nicht nur gefährlich, sondern verstärkt die Räuberei am eigenen Bienenstand. Weiterhin werden auch die umliegenden Imkerstandorte mit ihren Bienen auf solche "Futterquellen" aufmerksam gemacht. Gefährlich ist auch die Übertragung von Bienenkrankheiten u.a. auch eine Verstärkung der Faulbrut.

Es ist verboten, Wabenmaterial, Honigschleudern und sonstige Gerätschaften in den Garten oder vor das Bienenhaus zu stellen. Nach der Honigernte sind alle Gerätschaften sofort zu reinigen und Wabenmaterial ist vor Bienen verschlossen zu halten. 

Verstöße können dem Veterinäramt gemeldet werden und sind mit Bußgeldern belegt.

Ablegerbildung - eine Grundsäule der modernen Imkerei

Keine Notlösung wählen

Bild: A.Titz - Wirtschaftsvolk und Jungvolk, so funktioniert eine moderne Imkerei.

Bestandsverjüngung durch Ableger heißt die Devise einer modernen Imkerei. Dennoch wechseln immer noch Imker ihre alte Königinnen gegen neue aus. Dieses "Umweiseln" geht oft schief, d.h. am Ende fehlt die Königin oder erleidet Schaden, weil sie nicht gleich akzeptiert wurde. Besser ist es, wenn eine junge Königin ihr eigenes Völkchen aufbaut. Dies schafft eine klare Trennung zwischen Wirtschaftsvölkern mit alten Könginnen, dunklerem Wabenwerk und hohem Varroabefall und den gesunden Jungvölkern auf überwiegend jungem Bau. 

Es ist ganz einfach, ein Bienenvolk zu vermehren. Das funktioniert wie bei einer Teilung von Pflanzen: Man nimmt ganz gezielt Bienen und Brutwaben auf voll entwickelten Völkern, wobei jeder neue Teil ohne Königin jüngste Brut haben muss - den Rest erledigen die Bienen fast von alleine.

Am besten hat sich ein sogenannter 5-Waben-Ableger bewährt. Dabei wird folgendes gemacht.

 

  • eine offene Brutwaben mit Stiften
  • eine geschlossene Brutwabe
  • eine Futterwabe
  • und zwei Leerwaben

Nach 9 Tagen haben die Bienen aus einigen Arbeiterinnenbrutzellen sogenannte Nachschaffungszellen gebaut. Sie stehen im Gegensatz zu Schwarmzellen meist mitten auf der Wabe, da junge Arbeiterinnenlarven mit Königinnenfuttersaft  zu Königinnen "umprogrammiert" und aufgezogen werden.

Nach insgesamt 30 bis 40 Tagen sind die Jungvölker reif zur Erweiterung bzw. zum Umlogieren.

Der Raub der Bienenvölker

Im Frühjahr 2015 sind vermehrte Bienendiebstähle zu verzeichnen - Vereine sind hier in der Pflicht

Bild: A.Titz - Solche Bienenstände sind derzeit sehr verlockend für manche Bienendiebe.

Alle Imker sprechen derzeit von ihren Völkerverlusten, je nach Region in unterschiedlicher Stärke. Doch jetzt haben auch die Bienendiebe ihren "Saisonhöhepunkt". 2015 zählt inzwischen wieder zu den größten Bienendiebstählen in den letzten Jahren. Bienendiebe sind Imker, die vermutlich ihre Verluste somit auf Kosten anderer ausgleichen. Erfahrungen in diesem Jahr zeigen, dass die Diebe immer dreister werden. Zwischenzeitlich werden von den betroffenen Imkern nur noch die starken Völker gestohlen. Natürlich für jeden Kollegen ein großer Verlust. Die Schäden betragen mehrere tausend Euro.

Doch wie können wir diese Diebstahlserie stoppen oder zumindest reduzieren? Hier sind die Imkervereine gefordert. Zum einen sind jährliche Schulungen zur richtigen Varroabehandlung zwingend notwendig, denn nur eine richtige und vernünftige Varroabehandlung mit den zugelassenen Medikamenten, kann schon vieles Unheil verhindern. 

Sollte doch trotz aller Vorkehrung ein Imker Völker verlieren, sollte er es auch dem Verein melden. Der Verein muss solche Imker im eigenen Interesse unterstützen. Ein Aufruf zu einer Bienenvolkspende wirkt oft Wunder und der geschädigte Imker freut sich. Nur in einer starken Gemeinschaft ist gewährleistet das niemand in Versuchung kommt und sich auf unerlaubter Weise an Bienenvölker zu schaffen macht.

Also was können Sie als Verein als Vorbeugung zu Bienendiebstählen machen:

  • jährliche Schulungen in Theorie und Praxis zum Thema Varroa 
  • Ehrlichkeit der einzelnen Imker 
  • Bienenvolkspende
  • Gemeinschaftssinn stärken

Wir Imker dürfen auch Fehler machen - wir sind aber verpflichtet aus den Fehlern zu lernen!

Thymol-Präparate von der Apothekenpflicht befreit

Ausgenommen ist Apilifevar, da hier andere Wirkstoffe noch enthalten sind.

Bild: A.Titz - Apilifevar ist von der Befreiung ausgenommen

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 19.12.2014 folgendes beschlossen:" Nach Artikel 3 der Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel werden Arzneimittel mit dem Wirkstoff Thymol zur Anwendung bei Bienen aus der Apothekenpflicht entlassen." Damit können alle Produkte wie Thymovar und Apivar über den Imkerei-Bedarfshandel bezogen werden. Eine Aufnahme ins Bestandsbuch ist nicht mehr notwendig. Medikamente wie Apilifevar, die zusätzlich andere Wirkstoffe enthalten, sind von der Befreiung ausgenommen.  

Liste der zugelassenen Varroabekämfungsmittel

Anmerkung: Grundsätzlich wird geraten, dass alle Eingriffe mit Medikamenten in ein Bienenvolk, in das Bestandsbuch eingetragen werden. 

Einmal auf die Titelseite des "Imkerfreund"

Der Imkerfreund sucht tolle Bilder rund um die Bienen

Bild: A.Titz

Einmal mit Ihren Bienen auf die Titelseite des Imkerfreunds. Sie haben tolle Bilder von und mit Bienen, oder über Ihre Arbeit am Bienenstand, dann senden Sie diese an den Obmann für Nachwuchs, Aus- und Weiterbildung im Landesverband der Bayerischen Imker e.V., Alexander Titz. Email: alexandertitz(at)t-online.de

Wir leiten dann Ihre Bilder an die Redaktion des Imkerfreunds weiter. Bitte versuchen Sie die Bilder in einer hohen Auflösung zu senden.

Vielen Dank für die Unterstützung.