Generation21 - imkern mit Zukunft

Die Imkerei ist derzeit geprägt von ständiger Dynamik und Veränderung, sowie einer neuen Imker-Generation, der sogenannten Wissensgesellschaft. Die Vereine müssen jetzt frühzeitig auf diese neue Herausforderung antworten und zukünftig das lebenslange Lernen seiner Imker unter Nutzung unterschiedlicher Lernkonzepte fördern.

Bild: A. Titz - Generation21 - imkern mit Zukunft - gemeinsam haben wir mehr Erfolg

was bedeutet moderne Imkerei?

Moderne Imkerei bedeutet:

  • gemeinsam imkern
  • gemeinsam lernen
  • gemeinsam Probleme lösen
  • sich gegenseitig unterstützen

Nur in der Gemeinschaft haben wir die Möglichkeit, vielseitig, wirtschaftlich und erfolgreich zu imkern. Viele Probleme können sofort erkannt und gelöst werden. Dazu gehört auch eine Änderung der Schulungskonzepte. Die neue Imker-Generation hat keine Zeit für "Spielereien". Wir müssen wieder lernen "einfach imkern". 

 

Bild: A.Titz - Regelmäßige Vereinsschulungen sind wichtig - die neue Imker-Generation möchte informiert werden.

Informationen für die Imker

Das Bieneninstitut Mayen informiert sich über die Ernteergebnisse

Die online-Umfrage zur Sommertrachternte 2014

Bild: A.Titz - Honigernte 2014

Auch in diesem Jahr läuft vom Bieneninstitut Mayen eine Umfrage zur Sommertrachternte 2014. Die Übermittlung ist anonym. Bitte nehmen Sie bei der Umfrage auch Teil, wenn Sie nichts geerntet haben.

Zur online-Umfrage

Was tun gegen Wachsmotten?

Nur die richtige Kombination schützt vor Mottenbefall

Bild: A.Titz - Wer nicht aufpasst, den erwischt es schnell mit dem Wachsmottenbefall.

Wachsmotten sind die wichtigsten Vorratsschädlinge in der Imkerei. Sie leben von Brut- und Pollenrückständen in den Waben, weshalb sie in der Regel keine hellen Waben und Mittelwände befallen. Da sie ihre Aktivitäten erst über 9 Grad entwickeln, ist kühle Lagerung ein probater Mottenschutz. Kombiniert man niedrige Temperatur und Luftzug, kommt man evtl.  ohne weitere Mottenbekämpfung aus, muss dann aber regelmäßig kontrollieren. erneuter Mottenbefall verrät sich am schnellsten durch die Kotspuren auf einer untergelegten Gemülleinlage.

Am häufigsten wird die Begasung mit Schwefel angewendet. Da sie nicht auf die Motteneier wirkt, muss sie möglichst zweimal in Abständen von 3 Wochen wiederholt werden um eine gute Mottensicherheit zu erzielen.

Bewährt hat sich die Kombination mit Schwefel und Essigsäure. Hier hat sich die 60%ige Essigsäure bestens bewährt. Sie tötet die Motteneier und nebenbei auch die Nosemasporen ab. Auch die 85%ige Ameisensäure hat eine ähnliche Wirkung. 

Bild: A.Titz - Die Behandlung der Waben mit Essigsäure hilft gegen die Wachsmotteneier.

Am besten verdunstet man die Säuren mit getränkten Schwammtüchern, die man zwischen jede zweite Zarge und oben auf den Wabenstapel legt, der unten und oben gut verschlossen wird. Die Stapel sollten nicht zu hoch gestapelt und jederzeit zur Kontrolle und Nachbehandlung zugänglich sein. Je Zarge sind etwa 30ml Essigsäure oder 12ml Ameisensäure notwendig.   

 

  • Arbeitsschutzvorschriften beachten ( Schutzbrille und Schutzhandschuhe )

Ist die Säure verdampft und können wieder Motteneier abgelegt werden, beginnt es bei hohen Temperaturen im Wabenlager schnell wieder zu krabbeln. Daher unbedingt regelmäßig kontrollieren und notfalls nachbehandeln. Die Nachbehandlung in der Kombination Schwefel und Essigsäure kann unbedenklich oft wiederholt werden.  

Das wirtschaftliche Einfüttern der Bienen

Auch beim Einfüttern geht es um Verantwortung gegenüber den Bienen

Bild: A.Titz - Flüssigfütterung mit dem Futtertrog

Die Notwendigkeit der Fütterung ergibt sich daraus, dass der Imker den Honig - das natürliche Futter der Bienen - entnimmt. In unseren Klimaten mit teilweise strengen Wintern muss somit vom Imker ein Ersatzfutter zur Verfügung gestellt werden. 

Honig

Das natürliche Futter ist Honig, den die Bienen aus den gesammelten Rohstoffen Nektar und Honigtau bereiten. Diese Rohstoffe entahlten je nach Trachtquelle im Wesentlichen Fructose, Glucose und Saccharose, in geringen Mengen auch Maltose und andere Zuckerarten. Fructose, Clucose und Saccharose sind daher die wichtigsten Bienennährstoffe.

Einige Honige, wie z.B. Rapshonig und melezitosehaltige Honige, sind aufgrund ihrer Kristallisationsneigung für die Überwinterung weniger geeignet. Diese Honige belasten das Darmsystem und können bei langem Wintersitz zu Ruhrerscheinungen führen.

Zuckerlösung

Der klassische Ersatz für Honig ist die Zuckerlösung. Hier wird in der Regel Zucker mit Wasser im Verhältnis 3:2, seltener 1:1 gemischt. Die Biene besitzt die notwendigen Stoffwechselenzyme wie Invertase, um Saccharose als Nährstoff gut nutzen zu können.

Die Herstellung von Zuckerlösung ist generell mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden. Beachtet werden muss auch die mikrobiologische Instabilität eines solchen Futters, die zu einer begrenzten Lagerfähigkeit und somit einer begrenzten Verwendungsdauer der angesetzten Zuckerlösung führt.

Fertigfutter auf Saccharosebasis

Bild: A.Titz

Flüssiges Fertigfutter bietet den Imkern die größtmögliche Erleichterung, da diese Fertigfutter ohne weitere Aufbereitung direkt verfüttert werden können.

Es handelt sich hier um ein flüssiges Produkt aus Saccharose und ihren Bausteinen Fructose und Glucose - den Substanzen, die mehr als 90% der Trockenmasse von Blütenhonigen ausmachen. Das Futtermittel enthält keine Zuckerarten die darmbelastend wirken. Der hohe Anteil an Fructose hält die Kristallisationsneigung in der Wabe auch bei niedrigen Temperaturen gering. Ein Verhungern der Bienen auf voller Wabe kann somit nahezu ausgeschlossen werden. 

Kosten/Nutzen der unterschiedlichen Bienenfutter

Vergleicht man Kosten und Nutzen der unterschiedlichen Bienenfutter, reicht die Betrachtung des reinen Verkaufspreises der einzelnen Bienenfutter nicht aus. Zur Bewertung der realen Kosten sollte jeweils die in den Waben eingelagerte verwertbare Futtermenge zugrunde gelegt werden.

Vergleicht man die Kosten von Flüssigfutter und den am Markt erhältlichen Stärkezuckerungsprodukten, scheinen Produkte aus Stärkebasis zunächst günstiger zu sein. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass bei Stärkeverzuckerungsprodukten ein erheblicher Anteil des in den Waben eingelagerten Futters für die Bienen nicht verwertbar ist.  

Fütterung von Bienen - LWG Bayern

Zahl der Imker stieg in Bayern um 10 Prozent

Eigene Bienen liegen im Trend!

Bild: A.Titz - Öffentlichkeitsarbeit beim Tag der offenen Imkerei in Veitshöchheim

Um zehn Prozent stieg die Zahl der Imker in Bayern in den vergangenen fünf Jahren. Das teilte das Fachzentrum Bienen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau aus Veitshöchheim mit. Damit leben heute in Bayern ein Drittel der deutschen Imker und Bienenvölker. Das Fachzentrum ist derzeit für 31.000 Imkerinnen und Imker und etwa 250.000 Bienenvölker zuständig. Alleine seit 2008 verzeichnete es einen Anstieg um 3200 neue Imker.

Damit scheinen die Jahrzehnte vorüber, in denen die Imkerei der Öffentlichkeit ein Schattendasein fristete, hofft der Leiter des Fachzentrums Bienen, Dr. Stefan Berg. In den letzten Jahren scheine sich zu einer angesagten Freizeitbeschäftigung für alle Bevölkerungsschichten zu entwickeln. Dies spiegelte sich auch im Engagement öffentlicher Einrichtungen wieder.

Die Gründe für diesen Aufschwung seien vielfältig, meint Berg. Stand in der Vergangenheit die Honigproduktion im Vordergrund, so wollen heute viele Menschen einen aktiven Beitrag zur Verbesserung unserer Umwelt und zum Erhalt unserer Fauna und Flora leisten. Die Bestäubung der eigenen Obstbäume auf der Streuobstwiese oder der Beerensträucher im Garten werden ebenfalls oft als Beweggrund für den Beginn einer Bienenhaltung genannt.   

Mitten drin, statt nur dabei

Bienenschwärme hielten Imker auf Trab

Bild: A.Titz - Diese Situation erlebten die Imker dieses Jahr fast täglich.

In diesem Jahr herrschte bei den Imkern Hochbetrieb. Es war Schwarmzeit. Fast täglich erhielten die Imker Anrufe von Leuten bei denen sich ein Bienenschwarm im Garten, in Parkanlagen oder auch in Friedhöfen niedergelassen hatten. 

In der früheren Bienenhaltung (wie der Heideimkerei), wurden Bienenvölker über das Schwärmen vermehrt. Hier wollte man möglichst früh im Jahr, möglichst viele Schwärme, um viele Bienen zur Einbringung der späten Heidetracht ab August zu haben.

Bei der heutigen üblichen Betriebsweise erfolgt die Vermehrung durch gezielte Maßnahmen wie Schröpfen oder das Bilden von Ablegern. Der Schwarmtrieb dient dem natürlichen Bestreben der Honigbienen ihre Staaten durch Teilung zu vermehren. Sobald ein Bienenschwarm ausgezogen ist, gibt es dafür eine gesetzliche Regelung. Das wohl älteste, noch gültige Gesetz mit imkerlichen Inhalt ist das Bürgerliche Gesetzbuch. (§§961-964). Es klärt folgende Fragen:

  • Wann wird ein Bienenschwarm herrenlos?
  • Wie wird ein Finder zum Besitzer?
  • Was muss der Imker unternehmen, um den Anspruch am Schwarm nicht zu verlieren?

Im §962 heißt es unter anderem auch: Der Eigentümer des Bienenschwarmes darf bei der Verfolgung fremde Grundstücke betreten. Im §961 ist zum Beispiel festgelegt: Zieht ein Schwarm aus, so wird er herrenlos, wenn nicht der Eigentümer ihn unverzüglich verfolgt, oder wenn der Eigentümer die Verfolgung aufgibt. Gesetzwidrig handelt, wer fremdes Eigentum einsammelt.

Doch für die Imker gilt: Nicht jeder Schwarm muss gefangen werden, die eigene Sicherheit geht vor.

Liebe Imker,

sie hatten in diesem Jahr ein besonderes Abenteuer beim Einfangen eines Bienenschwarms? Dann senden Sie Ihre Geschichte mit Bild an: alexandertitz(at)t-online.de wir werden sie dann auf der Seite des LVBI unter der Rubrik "Infos für Imker" veröffentlichen.