Imkern auf Probe 2014

Mit Bienen zurück zur Natur

Bild: A.Titz - Imkern auf Probe - mit Bienen zurück zur Natur

Warum ist das Projekt "Imkern auf Probe" so wichtig?

In einer Zeit, wie der unseren, in der die Menschen immer seltener in und mit der Natur leben, werden natürliche Erlebnisinseln in viel gestalteten Hausgärten oder öffentlichen Anlagen, in den Pausenhöfen von Schulen ebenso wie im Umfeld großer Verwaltungsbauten immer dringlicher. Hier findet eine ungeheure, meist aber unbekannte oder auch unsichtbare Schar von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Unterschlupf und Sicherheit das ganze Jahr über.

Mit was sonst, könnte man besser Kinder, Jugendlichen oder jung gebliebenen Erwachsenen vor Augen führen, dass - Natur bei uns, vor unserer Haustür stattfindet - als wie mit dem Projekt "Imkern auf Probe". Was sonst könnte uns besser dabei helfen, wieder tieferes Verständnis für Vorgänge und Zusammenhänge in unserer Umwelt zu gewinnen, als das Betreuen eines Stückchens Natur - eines Bienenvolkes. Helfen Sie mit und leisten Sie dadurch einen unverzichtbaren Beitrag für die Natur in unserer Heimat.

Interessierte Natur- und Bienenfreunde können sich bei einem Imkerverein in ihrer Nähe zum "Imkern auf Probe 2014" anmelden. 

Weitere Informationen zum "Imkern auf Probe" finden Sie auf unserer Internetseite des Landesverbandes der Bayerischen Imker (LVBI), sowie auch beim Imkerverein Dietmannsried  und beim Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg.

 

Gemeinsam gegen die Varroamilbe

Bayerns Nachwuchsimker beginnen mit ihrer ersten Varroabehandlung

Bild: A.Titz - gemeinsam gegen die Varroamilbe

Für viele bayerische Nachwuchsimker beginnt jetzt zum ersten Mal die Zeit der Varroabehandlung an ihren Bienenvölkern. Es ist mit einer der wichtigsten Arbeiten im Bienenjahr, denn nur eine erfolgreiches Behandlungskonzept garantiert auch gesunde Bienen. 

Die integrierte Varroabehandlung ist ein Behandlungskonzept in dem ein Bündel von Methoden auf die Region, Trachtsituation und Imkerei abgestimmt ist.

Integrierte Varroabehandlung bedeutet aber auch sich regelmäßig über die Varroasituation zu informieren. Dazu gehören:

  • regelmäßige Schulungsangebote in den Vereinen,
  • die Nachwuchsimker intensiv über die richtige Varroabehandlung zu schulen,
  • nur zugelassene Medikamente verwenden,
  • einen gemeinsamen Behandlungszeitpunkt vereinbaren und umsetzen
  • den richtigen Umgang mit der Ameisensäure und den angebotenen Applikatoren  lernen.

Doch bei allen Schulungsprogrammen und Vorsichtsmaßnahmen sind diese Behandlungsmethoden nicht zu unterschätzen. Es geht nicht nur um die Gesundheit unserer Bienen, sondern auch um die Gesundheit unserer Imker. Bei allen Bekämpfungsmaßnahmen ist die Anwendersicherheit streng zu beachten.

Mit Sicherheit imkern: Der Umgang mit Gefahrenstoffen eine Broschüre für die Bayerischen Imkervereine.

Bestandsbuch über die Anwendung von Arzneimitteln

Vereine sind hier in der Pflicht, die Nachwuchsimker zu schulen

Jeder Imker muss für den Nachweis von apothekenpflichtigen Arzneimitteln ein Bestandsbuch führen. Dieses kann entweder in einer Loseblattsammlung oder in einer festen Broschüre bestehen. In jedem Fall muss die in der Verordnung vorgegebene Form eingehalten werden. Das heißt, es müssen exakt die vorgeschriebenen Angaben gemacht werden. Auch die Behandlung mit der 60%igen Ameisensäure sollte als Nachweis für das Veterinäramt eingetragen werden.

Aufzeichnungen auf Stockkarten sind jedem Imker freigestellt. Sie dienen der Indentifizierung von Völkern und deren Entwicklung. Selbstverständlich können auch darauf Notizen zu Varroabehandlung gemacht werden - das Bestandsbuch ersetzen sie jedoch nicht.

Das Bestandsbuch muss 5 Jahre aufbewahrt werden. Verstöße werden mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro geahndet.

Bestandsbuch

Meldepflicht der Bienenvölker

Jeder Imker ist verpflichtet seine Bienenvölker dem Veterinäramt zu melden

Bild: A.Titz - Neuimker die jetzt ihre Ausbildung beendet haben, müssen ihre Bienenvölker dem Veterinäramt melden.

Viele bayerische Nachwuchsimker haben jetzt ihre zweijährige Ausbildung beendet und haben nun auch gewisse Pflichten zu erfüllen.

Jeder Imker ist verpflichtet spätestens mit Beginn der Bienenhaltung den Standort seiner Bienenvölker dem für den Standort zuständigen Veterinäramtes zu melden. Im §1 der Bienenseuchenverordnung heißt es hierzu: "Wer Bienen halten will, hat dies spätestens bei Beginn der Tätigkeit der zuständigen Behörde unter Angabe der Anzahl der Bienenvölker und ihres Standortes anzuzeigen."  

Diese Regelung gilt unabhängig vom Auftreten von Bienenseuchen und ist Pflicht jeden Imkers. Die Mitgliedschaft in einem Verein bedeutet nicht, dass eine Meldung an das Veterinäramt automatisch stattgefunden hat oder stattfindet. Es ist Aufgabe eines jeden Imkers selbst, das Veterinäramt zu verständigen.

Imkern auf Probe 2015

Der richtige Start in die neue Ausbildungssaison mit dem Landesverband und den bayerischen Imkervereinen

Bild: A.Titz - gemeinsam in die neue Ausbildungssaison 2015 starten.

Jetzt ist es für viele bayerische Imkervereine wichtig, richtig in die neue Ausbildungssaison 2015 zu starten. Werben Sie jetzt auf Ihren Internetseiten über das Angebot zum "Imkern auf Probe" und veröffentlichen Sie auch Pressemitteilungen. 

Wählen Sie ein Motto für Ihre Probeimkeraktion 2015 und machen Sie im kommenden Frühjahr einen Informationsabend für alle interessierten Bienenfreunde.

Als Untersützung zur Aktion "Imkern auf Probe 2015" bieten wir den Vereinen ein Werbeplakat im A3 oder A4 Format zum kostenlosen Herunterladen. Füllen Sie einfach Ihre Vereinsadresse aus mit dem Ansprechpartner für das Projekt. Ebenso können Sie auch das Bild aus Ihrem Verein ergänzen.

Werbeplakat "Imkern auf Probe" A4

Werbeplakat "Imkern auf Probe" A3

Falls Sie Fragen zum Imkern auf Probe haben, oder Unterstützung benötigen, können Sie sich gerne an den Obmann für Nachwuchs, Aus- und Weiterbildung im Landesverband der Bayerischen Imker e.V. Alexander Titz wenden, unter der Mail: alexandertitz(at)t-online.de

Gemeinsam können wir viel bewegen!

Anfängerfibel

Der Landesverband Bayerischer Imker hat für alle, die sich für die Imkerei interessieren eine leicht verständliche und reich bebilderte Anfängerfibel herausgebracht.

Auf insgesamt 34 Seiten gibt sie erste Einblicke in die faszinierende Welt der Bienen und soll den Einstieg in die eigene Imkerei erleichtern.

Gegen eine geringe Gebühr von von 1,00€ + Porto, kann die Anfängerfibel über die Geschäftsstelle des LVBI bezogen werden.

Email: info(at)lvbi.de

Versicherung und Mitgliedschaft

Das rundum Paket des LVBI

In der zweijährigen Ausbildung des Projektes "Imkern auf Probe" genießen die Neuanfänger automatisch einen kompletten Versicherungsschutz. Nach der Beendigung der Ausbildung ist eine Mitgliedschaft in einem Imkerverein wünschenswert und notwendig. Die Imker sind hier versichert gegen Diebstahl, Vandalismus, Haftpflicht und vieles mehr. Ihr jeweiliger Ortsverein wird Sie gerne beraten.

Vorab können Sie bei uns schon eine Beitrittserklärung herunterladen.  

Bei weiteren Fragen können Sie sich an die Geschäftsstelle des LVBI wenden. Email: info(at)lvbi.de

Imkern auf Probe bei den bayerischen Vereinen

Imkern auf Probe 2014

Wir stellen jedes Monat einen Verein in Bayern vor, der sich intensiv um die Nachwuchsarbeit kümmert und fördert. Gerne können sich weitere Vereine bei uns melden um sich präsentieren zu können.

Mit dieser Aktion wollen wir auf die wertvolle Arbeit der Imker in Bayern aufmerksam machen und unterstützen. Ihr ehrenamtlicher Einsatz ist unverzichtbar für die Förderung und dem Erhalt der Bienenhaltung in unserer Heimat.

Melden Sie sich beim Obmann für Nachwuchsarbeit im Landesverband der Bayerischen Imker, Alexander Titz,  unter der Email: alexandertitz(at)t-online.de  

Teil 7 Zu Besuch in der Oberpfalz

Bienen unterwegs zwischen Leberblümchen und Blauer Himmelsleiter - Imkern im Bayerischen Jura

Der Bayerische Jura ist eine von Menschen geprägte Kulturlandschaft, in der eine Vielzahl naturnaher Lebensräume erhalten geblieben ist. Auch heute noch verbreitet, wenngleich meist forstlich überprägt, sind die Kalkbuchenwälder. Je nach Kalkgehalt und Exposition unterscheidet man zwischen verschiedenen Ausprägungen, wie dem Platterbsen- und dem Trockenhang-Buchenwald. Letzterer ist Lebensraum zahlreicher Waldorchideen, wie dem Roten Waldvögelein und dem Frauenschuh. Eine charakteristische Art des Kalkbuchenwaldes ist das Leberblümchen, das im zeitigen Frühjahr den Waldboden mit seinen blauvioletten Blüten überzieht. An sonnenexponierten Waldrändern auf verschiedene seltene aromatische Kräuter wie den Diptam und die Schwalbenwurz. Weiter treffen die Bienen bei ihren Flügen auf ein einzigartigen Paradies umsäumt mit Auwäldern, Schluchtwäldern mit Linden, sie finden den Wolfs-Eisenhut, die Blaue Himmelsleiter und Türkenbundlilien.

Bayerischer Jura 

Der Imkerverein Illschwang-Birgland

Der Imkerverein Illschwang-Birgland liegt in der Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach. Illschwang ist ein vielfach prämiertes Dorf und erhielt 1990 den Bundespreis "EUROPA NOSTRA" für eine mustergültige und nachhaltige Dorferneuerung.

Bild: IV Illschwang-Birgland - Die Probeimker 2014 mit Vorsitzenden Günter Mertel links, Schriftführer Hubert Lang zweiter von li, und dem Obmann für Nachwuchsarbeit Alexander Titz rechts.
Bild: IV Illschwang-Birgland - Das neue Schulprojekt mit der Grundschule Illschwang

Der Imkerverein Illschwang Birgland bietet seit drei Jahren mit großem Erfolg das Projekt "Imkern auf Probe" an. Vorsitender Günter Mertel hat hierzu ein hervorragendes Team mit Hubert Lang, Norbert Weis und Josef Sellner. Letzterer ist der Königinnenzüchter im Verein und betreut auch seit diesem Jahr das neue Schulprojekt mit der Grundschule Illschwang.

Der Imkerverein Illschwang-Birgland hat derzeit 40 Mitglieder die ca. 250 Bienenvölker betreuen. Für 2014 haben sich 11 Probeimker angemeldet.

Auch für 2015 bietet der Imkerverein Illschwang-Birgland wieder das "Imkern auf Probe" an. Es ist für die Nachwuchsimker ein unvergessliches Erlebnis im Bayerischen Jura mit den Bienen zu arbeiten. 

Weitere Informationen erhalten Sie beim Imkerverein Illschwang-Birgland und beim 1. Vorsitzenden Günter Mertel unter Telefon 09661/53725, Email: hgmertel(at)aol.com