Bericht Schwäbischer Imkertag 2009

Auf dem Podium von links nach rechts:
Johann Fischer, staatlicher Fachberater
Peter Maske, Präsident des D.I.B.
Ferdinand Drexler, 1. Vors. des LVBI
Ministerialrat Hans Klein
parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Gerd Müller, MdB Frau Ulrike Müller, MdL Markus Ferber, MdEP Walter Haefeker, Präsident der EPBA Adi Sprinkart, MdL       
Am Pult: Moderator Eckard Radke

Der Wettergott war den Dietmannsrieder Imkern nicht gerade gut gesonnen, als sie am Samstag, 18. Juli am Lehrbienenstand ihren Familientag abhielten. Doch das tat der Veranstaltung keinen Abbruch und trotz großer Bedenken kamen doch viele Familien mit Kindern zum "Festplatz" an der ehemaligen Kläranlage. Für die ganz Kleinen stand das „Imker-Bähnle“ zu einer kleinen Ausflugsfahrt bereit. Wenn es nicht gerade regnete und die zahlreichen Besucher ins Festzelt zu Kaffee und Kuchen strömten, dann konnte man sich an den vielen Stationen rund um die Biene informieren und amüsieren. "Wie kommt der Honig aus der Wabe ins Glas und was kann man mit dem leckeren Bienenprodukt in der Küche alles anstellen?" Viele Fragen galt es auf dem Glücksrad zu beantworten. Und wer die Antwort nicht wusste, bekam beim Schauschleudern dieses praktisch vorgeführt und auch sonst kompetente Antwort auf viele Fragen. Und während die Kinder sich ein Wildbienenhotel basteln oder eine Kerze aus reinem Bienenwachs wickeln konnten, waren "die Großen" damit beschäftigt, sich einmal im "Bienenmuseum" umzuschauen und anhand der altertümlich anmutenden Ausstellungsstücke den Unterschied zwischen der Imkerei früher und der heutigen modernen Imkerei zu erfahren. Beim Armbrustschießen war die Familie dann wieder vereint und jedermann konnte seine Treffsicherheit unter Beweis stellen. Die häufig gestellte Frage: "Was hat die Armbrust denn mit der Imkerei zu tun?" konnte prompt beantwortet werden. Im Mittelalter durften die Zeidler - so nannte man damals die Imker - eine Waffe, die Armbrust tragen, was in der Zeit ein besonderes Privileg darstellte. Der Zeidler mit der Armbrust kommt ja auch im Emblem des Landesverbands Bayerischer Imker zu Ehren.


Und wer seinen Rundgang durch den Lehrbienenstand fortsetzte, konnte ein paar Minuten einem interessanten Bienenfilm zuschauen oder in den bereitgestellten Mikroskopen Bienenpräparate einmal ganz groß betrachten. Im Freien standen noch einige bienenbesetzte Schaubeuten. Im Schaukasten konnten die Besucher eine grün "gekrönte" Bienenkönigin bei ihrer Arbeit beobachten. Das Bienenwettfliegen musste auf Grund des schlechten Wetters leider in einer verkürzten Form stattfinden. Und wer nicht weiß, wie das Bienenwettfliegen funktioniert, den können wir vertrösten, bis es wieder einmal so weit ist und der Imkerverein die gesamte Bevölkerung Dietmannsrieds und der Umgebung zu einem Familientag an den Lehrbienenstand einlädt.


Am Sonntag, 19. Juli strömten die vielen Gäste aus nah und fern nach Dietmannsried. Der Bezirksverband Imker Schwaben hatte den Imkerverein Dietmannsried mit der Ausrichtung des Schwäbischen Imkertages 2009 betraut und die ließen sich nicht lumpen, einen beeindruckenden Imkertag zu organisieren. Nach dem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche ging es in einem prächtigen Festzug angeführt von der Musikkapelle Dietmannsried und den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine - die Dietmannsrieder Imker trugen zum ersten Mal ihre Vereinswesten - hinaus zur Festhalle. Viel Prominenz hatte sich für den Tag angekündigt. Von Seiten der hohen Politik kamen Markus Ferber, MdEP, der parl. Staatssekretär Dr. Gerd Müller, die Landtagsabgeordneten Thomas Kreuzer, Dr. Leopold Herz, Ulrike Müller und Adi Sprinkart und der stellvertretende Landrat Bgm. Klotz. Aus dem bayerischen Landwirtschaftsministerium vertrat Ministerialrat Hans Klein den Minister Brunner. Auch die Imkerverbände schickten hohe Vertreter nach Dietmannsried. So konnten wir Herrn Walter Haefeker, den Präsidenten des europäischen Berufsimkerverbandes, Herrn Peter Maske, den Präsidenten des Deutschen Imkerbundes und Herrn Ferdinand Drexler, den 1. Vorsitzenden des Landesverbands Bayerischer Imker in Dietmannsried begrüßen.
Nach der Begrüßung der vielen Gäste aus ganz Schwaben und den angrenzenden Gebieten Württembergs, Oberbayerns und Vorarlbergs durch den 1. Vorsitzenden des Imkervereins Dietmannsried, Herrn Eckard Radke, der gleichzeitig auch dem Bezirksverband Imker Schwaben vorsteht, sprach unser Schirmherr, 1. Bürgermeister Hans-Peter Koch sein Grußwort an die Versammlung. Anschließend bat Radke statt weiterer Grußworte einige Vertreter aus der Politik und den Imkerverbänden zu einem Podiumsgespräch auf die Bühne.

In einer lebhaften Diskussion kam es zum Meinungsaustausch über die drängendsten Probleme der Imker und die anstehenden Lösungen. Nach der Mittagspause, in der sich die Besucher an den vielen Verkaufs- und Ausstellungsständen informieren und auch dort einkaufen konnten füllte sich die Festhalle wieder bis auf den letzten Platz. Ferdinand Drexler ehrte die Herren Radke und Maske mit der silbernen bzw. goldenen Ehrennadel des Landesverbands Bayerischer Imker. Und anschließend lauschten alle gespannt dem Fachvortrag des Fachberaters am Bieneninstitut in Celle, Herr Guido Eich mit dem Thema „Gut gelernt und falsch gemacht“. Da konnten die anwesenden Imkerinnen und Imker erfahren, wie sie die häufigsten Fehler beim Umgang mit den Bienen vermeiden können. Am späten Nachmittag wurde der Schwäbische Imkertag 2009 mit der herzlichen Einladung zum nächsten Schwäbischen Imkertag 2010 in Oberwiesenbach, Lkrs. Günzburg beschlossen.


E. Radke